Legale Informationen Allgemeine Transportbedingungen

Artikel V - BUCHUNG VON BEFÖRDERUNGSPLÄTZEN

5.1 Allgemeines

Die Buchungen von Beförderungsplätzen gelten erst dann als bestätigt, wenn sie im computergestützten Reservierungssystem des Luftfrachtführers registriert worden sind. Auf Wunsch des Fluggastes stellt der Luftfrachtführer eine schriftliche Buchungsbestätigung aus.

5.2 Buchungsbedingungen

Bestimmte Flugpreise unterliegen Bedingungen, die das Recht des Fluggastes auf Änderung oder Stornierung seiner Flugbuchungen einschränken oder ausschließen.
Hat ein Fluggast seinen Flugschein bis zu dem mit dem Luftfrachtführer oder seinem bevollmächtigten Agenten vereinbarten Fristablauf für die Ausstellung des Flugscheins nicht bezahlt, so kann der Luftfrachtführer die Flugbuchung streichen und über den so frei gewordenen Platz verfügen, ohne dass daraus eine Verpflichtung für den Luftfrachtführer entsteht.

5.3 Sitzplatzzuweisung

Der Luftfrachtführer ist bemüht, den Wünschen des Fluggastes für die Zuweisung eines bestimmten Sitzplatzes zu entsprechen; er kann jedoch die Zuweisung nicht garantieren, selbst wenn die Buchung des Fluggastes für diesen Platz bestätigt wurde.
Der Luftfrachtführer behält sich das Recht vor, jederzeit die Zuweisung der Sitzplätze aufgrund von zwingenden betrieblichen Gründen, Sicherheitsgründen oder aus Gründen höherer Gewalt selbst nach Betreten des Flugzeugs abzuändern.

5.4 Der Luftfrachtführer ist bemüht, den Wünschen des Fluggastes für die Serviceleistungen an Bord, insbesondere Getränke, Sondermahlzeiten, Filme usw. zu entsprechen.

5.5 Die Angabe des Flugzeugtyps bei der Buchung des Flugscheins oder zu einem späteren Zeitpunkt ist unverbindlich. Der Luftfrachtführer kann sich aus Sicherheitsgründen, Gründen, die sich seinem Einfluss entziehen oder aus operativen Gründen veranlasst sehen, einen anderen Flugzeugtyp einzusetzen. Er kann für diese Änderung nicht haftbar gemacht werden.

Artikel VI - PERSÖNLICHE DATEN

6.1 Der Fluggast stellt dem Luftfrachtführer oder seinem bevollmächtigten Agenten seine persönlichen Daten zum Zweck von Flugbuchungen, dem Erhalt damit verbundener Dienstleistungen und weiterer Leistungen, der Erleichterung der Einreiseformalitäten und der Einreise in das Land zur Verfügung. Die persönlichen Daten, die dem Luftfrachtführer im Rahmen des Abschlusses und der Ausführung des Beförderungsvertrags übermittelt werden, werden elektronisch verarbeitet. Diese Informationen werden gemäß dem geänderten französischen Datenschutzgesetz Nr. 78-17 vom 6. Januar 1978 erfasst und verarbeitet. 

6.2 Die vom Fluggast zur Verfügung gestellten Daten werden hauptsächlich (i) für die Vornahme von Flugbuchungen und den Kauf von Flugscheinen, (ii) den Erwerb von Zusatz- oder Sonderleistungen in Zusammenhang mit der Beförderung, (iii) für die Kundenwerbung, Kundenbindung, Angebote und Informationen und (iv) die statistische Auswertung verwendet. Sie können auch für die Erleichterung der Einreiseformalitäten, zur Vorbeugung von Forderungsausfällen, zur Bekämpfung von Betrugsversuchen sowie zur Gewährleistung der Sicherheit der Flüge verwendet werden. 

6.3 Der Fluggast wird darüber informiert, dass Vorfälle bei der Ausführung des Beförderungsvertrags, die die Sicherheit des Fluges beeinträchtigen können, elektronisch gespeichert werden können. 
Der Fluggast wird informiert und akzeptiert, dass bestimmte Zusatzleistungen (Sondermahlzeiten, medizinische Unterstützungsleistungen) den Luftfrachtführer veranlassen können, Informationen elektronisch zu speichern, die Artikel 8 des französischen Datenschutzgesetzes entsprechen. Diese Informationen werden ausschließlich im Rahmen der vom Fluggast angeforderten Zusatzleistungen verwendet.

6.4 Die erfassten Daten können von den berechtigten Bediensteten des Luftfrachtführers, seinen Partnern (bevollmächtige Agenten, Luftfrachtführer im Sinne von Artikel 1 weiter oben usw.) oder anderen Dienstleistern zur ganzen oder teilweisen Ausführung der oben angeführten Leistungen verwendet werden. 

6.5 Gemäß den in Frankreich und international geltenden Gesetzen und Vorschriften ist der Luftfrachtführer in gewissen Fällen dazu angehalten, den berechtigten französischen Behörden oder den Behörden anderer Länder (Zollbehörden, Einreisebehörden usw.) persönliche Informationen zur Verfügung zu stellen, insbesondere aus Präventionsgründen und zum Kampf gegen Terror und schwere Straftaten. 
Gewisse, oben genannte Empfänger der Daten können ihren Sitz außerhalb der Europäischen Gemeinschaft haben und Zugriff auf einen Teil oder alle persönlichen vom Luftfrachtführer erhobenen Daten erhalten (Familienname, Vorname, Nummer des Reisepasses, Fluginformationen usw.) und dies, um die Erfüllung des Beförderungsvertrags zu ermöglichen oder aufgrund einer besonderen gesetzlichen Ermächtigung. Die Übermittlung der Daten in Länder außerhalb der Europäischen Gemeinschaft erfolgt gemäß den in Artikel 68 und den folgenden Artikeln des französischen Datenschutzgesetzes festgelegten Bedingungen. 

6.6 Gemäß dem französischen Datenschutzgesetz hat der Fluggast ein Recht auf Zugriff, Berichtigung, Löschung oder Widerspruch hinsichtlich seiner persönlichen Daten. Die Ausübung dieses Rechts hat schriftlich an folgende Adresse zu erfolgen: Air France - Correspondant Informatique et Libertés - DB.AJ - 45 rue de Paris - 95747 ROISSY CDG Cedex, Frankreich. 

6.7 Vorbehaltlich der geltenden gesetzlichen Bestimmungen behält sich der Luftfrachtführer das Recht vor, die Daten des Fluggastes unter den in diesem Artikel festgelegten Bedingungen und zu den festgelegten Zwecken zu nutzen. 

6.8 Wenn der Fluggast die Nutzung seiner persönlichen Daten bei der Erhebung der Daten oder durch ein entsprechendes Schreiben an oben genannte Adresse nicht ausdrücklich verweigert, behält sich der Luftfrachtführer die Möglichkeit vor, die Daten des Fluggastes zu nutzen oder an seine Partner weiterzugeben, um dem Fluggast maßgeschneiderte Angebote zu unterbreiten. 

6.9 Wenn dies gesetzlich vorgeschrieben ist (Geschäftsentwicklung auf dem elektronischen Weg) werden die Daten des Fluggastes vom Luftfrachtführer oder seinen Partnern nur dann für die Kundenwerbung und insbesondere für die Geschäftsentwicklung genutzt, wenn der Fluggast bei der Angabe seiner persönlichen Daten in diese Nutzung eingewilligt hat. Der Fluggast kann seine Einwilligung zur Nutzung seiner Daten für diese Zwecke widerrufen, indem er ein Schreiben an oben genannte Adresse richtet. 

6.10 Es wird darauf hingewiesen, dass die Erhebung bestimmter persönlicher Daten unerlässlich ist, um die Buchung zu ermöglichen und den Beförderungsvertrag abzuschließen. Der Fluggast hat selbstverständlich das Recht, die Erhebung und Verarbeitung dieser Daten zu verweigern. Dies kann allerdings zur Folge haben, dass die Reise annulliert wird oder bestimmte, vom Fluggast angeforderte Zusatzleistungen nicht erbracht werden können (Sondermahlzeiten usw.). Es wird auch darauf hingewiesen, dass dem Fluggast gemäß den französischen und internationalen Vorschriften und Gesetzen das Boarding oder die Einreise in ein Land verweigert werden kann, wenn er keine oder falsche Angaben macht. Der Luftfrachtführer kann in diesem Fall nicht haftbar gemacht werden.

Artikel VII - SONDERBETREUUNG

7.1 Die Beförderung von allein reisenden Kindern, Passagieren mit eingeschränkter Mobilität, kranken Personen und anderen Personen, die eine Sonderbetreuung benötigen, kann besonderen Bedingungen unterliegen. 
Dem Fluggast wird empfohlen, den Luftfrachtführer zum Zeitpunkt der Buchung über die Beeinträchtigung oder die benötigte Unterstützungsleistung zu unterrichten. Wird die Sonderbetreuung nach der Buchung oder je nach den einschlägigen Vorschriften weniger als 48 Stunden vor Abflug angemeldet, setzt der Luftfrachtführer insbesondere angesichts der Frist und des angeforderten Betreuungsangebots alles daran, um die Betreuung gemäß den einschlägigen Vorschriften zu erbringen. 
Die besonderen Modalitäten bezüglich der Beförderung von Fluggästen nach 7.1 sind auf Anfrage beim Luftfrachtführer, seinen bevollmächtigten Agenten und auf der Website von Air France erhältlich. 

7.2 Wünscht der Fluggast eine Sondermahlzeit, hat er sich zum Zeitpunkt der Buchung (oder der Umbuchung) oder innerhalb der vom Luftfrachtführer mitgeteilten Fristen über die Verfügbarkeit einer solchen Mahlzeit zu informieren. Andernfalls kann der Luftfrachtführer nicht garantieren, dass diese Sondermahlzeit auf dem betreffenden Flug angeboten wird. 

7.3 Hat ein Fluggast besondere medizinische Bedürfnisse, wird ihm empfohlen, vor Antreten des Fluges, insbesondere auf Langstreckenflügen, einen Arzt zu konsultieren und alle erforderlichen Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.

Artikel VIII - CHECK-IN UND EINSTEIGEN

8.1 Die Meldeschlusszeiten sind je nach Flughafen unterschiedlich. Der Fluggast ist verpflichtet, die Meldeschlusszeiten einzuhalten, um den Ablauf seiner Reise zu erleichtern und die Streichung seiner Buchungen zu vermeiden. Der Luftfrachtführer oder sein bevollmächtigter Agent stellt dem Fluggast alle erforderlichen Informationen über die Meldeschlusszeiten des ersten Flugs auf seinen Linien zur Verfügung.

8.2 Der Fluggast hat sich rechtzeitig vor Abflug, das heißt auf jeden Fall vor der vom Luftfrachtführer angegebenen Meldeschlusszeit einzufinden, so dass er alle erforderlichen Formalitäten durchführen kann. Trifft der Fluggast nicht rechtzeitig ein oder legt er nicht die für den Check-in erforderlichen Reisedokumente vor und kann er dadurch seine Reise nicht antreten, ist der Luftfrachtführer berechtigt, die Buchung des Fluggastes zu stornieren. Er kann in solchen Fällen nicht vom Fluggast haftbar gemacht werden.

8.3 Der Fluggast ist verpflichtet, sich spätestens zu dem beim Check-in angegebenen Zeitpunkt zum Einsteigen am Flugsteig einzufinden. Der Luftfrachtführer ist berechtigt, die Buchung des Fluggastes zu streichen, wenn dieser nicht zum vorgeschriebenen Zeitpunkt am Flugsteig erscheint, und lehnt diesbezüglich jede Haftung gegenüber dem Fluggast ab.

8.4 Der Luftfrachtführer haftet gegenüber dem Fluggast nicht für Verluste, Schäden oder Kosten, die daraus entstehen, dass der Fluggast die Bestimmungen des vorliegenden Artikels nicht eingehalten hat.

Article IX - BEFÖRDERUNGSVERWEIGERUNG UND -BESCHRÄNKUNG

Der Luftfrachtführer kann an jedem Einsteig- und/oder Anschlussort die Beförderung oder Weiterbeförderung des Fluggastes und seines Gepäcks verweigern, wenn einer oder mehrere der folgenden Umstände eingetreten sind bzw. eintreten könnten:

(a) Der Fluggast hat gegen die geltenden Bestimmungen verstoßen.

(b) Die Beförderung des Fluggastes und/oder seines Gepäcks könnte die Sicherheit, die Gesundheit oder das Wohlbefinden der anderen Fluggäste oder der Besatzung gefährden, vor allem wenn der Fluggast Drohungen ausspricht oder unangemessenes oder beleidigendes Verhalten oder Sprache gegenüber dem Bodenpersonal und/oder der Besatzung an den Tag legt.

(c) Der körperliche oder geistige Zustand des Fluggastes, einschließlich Zuständen, die durch den Konsum von Alkohol, Drogen oder Medikamenten verursacht wurden, könnte eine Gefahr oder sogar ein Risiko für den Fluggast selbst, die anderen Fluggäste, die Besatzung oder Sachwerte darstellen.

(d) Der Fluggast hat während des Check-ins des Fluges oder, im Fall von Anschlussflügen, bei vorhergehenden Flügen, die Sicherheit, die Ordnung und/oder die Disziplin gefährdet und der Luftfrachtführer kann mit gutem Recht annehmen, dass er erneut ein solches Verhalten an den Tag legen könnte.

(e) Der Luftfrachtführer hat dem Fluggast schriftlich mitgeteilt, dass er eine erneute Beförderung ablehnt. In diesem Fall wird die Erstattung des nicht abgeflogenen Flugscheins gemäß dem nachstehenden Artikel 14 erstattet, selbst wenn der Flugschein nicht erstattungsfähig ist.

(f) Gemäß Artikel 15.8 hat der Luftfrachtführer den Fluggast schriftlich davon in Kenntnis gesetzt, dass er auf der Liste der Personen eingetragen ist, denen der Zugang zu den Flugzeugen des Luftfrachtführers für künftige Reisen an jedem beliebigen Ort des Streckennetzes verweigert wird. In diesem Fall wird die Erstattung des nicht abgeflogenen Flugscheins gemäß dem nachstehenden Artikel 14 erstattet, selbst wenn der Flugschein nicht erstattungsfähig ist.

(g) Der Fluggast ist nicht in der Lage nachzuweisen, dass er die im Feld „Name des Passagiers“ des Flugscheins angegebene Person ist.

(h) Der Fluggast (oder die Person, welche den Flugschein bezahlt hat) hat nicht den geltenden Tarif und/oder alle erforderlichen Kosten, Steuern oder Gebühren bezahlt.

(i) Der Fluggast scheint keine gültigen Reisedokumente zu besitzen, hat versucht, bei einem Transitaufenthalt illegal in ein Staatsgebiet einzureisen, hat seine Reisedokumente während des Fluges vernichtet, hat die Anfertigung von Kopien dieser Dokumente und deren Aufbewahrung durch den Luftfrachtführer abgelehnt oder seine Reisedokumente sind abgelaufen, unvollständig hinsichtlich der geltenden gesetzlichen Bestimmungen oder gefälscht (Annahme einer falschen Identität, Fälschung oder Raubdruck von Dokumenten).

(j) Der vom Fluggast vorgelegte Flugschein:
  • ist betrügerisch oder bei einer anderen Stelle als beim Luftfrachtführer oder seinem bevollmächtigten Agenten erworben worden,
  • ist als verlorenes oder gestohlenes Dokument gemeldet worden oder
  • wurde gefälscht oder nachgeahmt oder
  • enthält einen Flugcoupon, der von jemandem anderen als dem Luftfrachtführer oder seinem bevollmächtigten Agenten beschädigt oder abgeändert wurde.

(k) Der Fluggast verweigert die Zahlung des Aufpreises und/oder der Bearbeitungsgebühren nach Artikel 3.4.

(l) Der Fluggast verweigert die Zahlung des anfallenden Aufpreises nach Artikel 10.

(m) Der Fluggast hat die Anweisungen und Vorschriften hinsichtlich der Personen- und Objektsicherheit nicht beachtet.

(n) Der Fluggast, der zu einem ermäßigten Tarif oder einem Tarif fliegt, für den Sonderkonditionen gelten, kann den für den betreffenden Tarif erforderlichen Nachweis nicht vorlegen und verweigert die Zahlung eines Aufpreises nach 3.1 (i).

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